Ping! – Das internationale Festival für experimentelle Kunst und Musik
Das Festival Ping!, das nun schon seit 5 Jahren auf Mallorca stattfindet, lockt vom 3. bis 26. Oktober zahlreiche Besucher ins Kulturzentrum Sa Toronja nach Andratx. Bei diesem einzigartigen, mallorquinischen Avantgarde- Festival kommen Künstler verschiedener Länder zusammen, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Die Veranstalterin Tina Horne hofft so, dass sich die Künstler gegenseitig inspirieren und Mallorca mit diesem Festival zu einer kreativen Schnittstelle für experimentelle Kunst wird.
Dieser künstlerische Austausch ist vor allem für die 25 einheimischen Künstler von großer Bedeutung, denn das Festival ist das einzige seiner Art auf Mallorca. Neue Ideen können diese sich bei den 20 deutschen und 10 belgischen Künstlern holen. Alle gemeinsam stellen ihre Werke dann in vielen, beeindruckenden Ausstellungen, Konzerten, Workshops, Installationen und Performances vor. Dabei gilt: Bloß (Zu-)sehen gibt es nicht. Zuschauer werden auf vielfältige Weise in einzelne Elemente integriert. So müssen beispielsweise drei bis vier Personen bei einem Kunstwerk der Brüsseler Künstlerin Laura Colmenares durch ein Atemgerät pusten, das an ein virtuelles Aquarium angeschlossen ist. Die in der Installation enthaltenen Quallen beginnen daraufhin zu schweben – ein unvergesslicher Eindruck ist garantiert.
Was erwartet den Besucher noch? Die Künstlergruppe Weltausstellung aus Deutschland zum Beispiel präsentiert die interaktive Klanginstallation ‚Tube de sonido‘ (Klangrohr). Hierbei werden Geräusche, die in mallorquinischen Dörfern aufgenommen wurden durch meterlange Plastikrohre gesendet, die mit Ventilen versehen sind. Faszinierende Klangeffekte entstehen dann durch das Öffnen und Schließen der Ventile.
Auf jeden verblüffend wird auch das Konzert am 24.10.2008 sein, bei dem der mallorquinische Künstler H1000VM mit der Gruppe Neo Tokyo mit weggeworfenen Spielzeug Musik macht. Abgerundet wird das einmalige Klangerlebnis dieses Abends durch die deutsche Musikforscherin Barbara Buchholz, in dem sie ihr Antenneninstrument ohne Berührung spielt. Die Töne werden von den elektromagnetischen Feldern, die um die Antennen herum entstehen, erzeugt.